Nach fast 3 Tagen bei den WOrld Nomad Games geht es weiter nach Karakol. Ich würde eigentlich noch gerne etwas bleiben, aber leider war der Flug in die Mongolei bereits gebucht und mir verbleiben nur noch wenige Tage hier. Zum Glück war dieser Flug jedoch der letzte den ich im voraus gebucht hatte. Ab der Mongolei wird alles nur noch spontan :) .
Mit dem Taxi fahre ich zum Busbahnhof. Hier wird mir gesagt dass heute kein Minibus nach Karakol fährt. Keine Ahnung ob ich das glauben soll. Naja einer der Einheimischen bringt mich dann zu einem Taxi, in dem noch drei andere Mitfahren sollen. Für umgerechnet ca. 2Euro. Das klingt gut. Jedoch muss ich auf die anderen drei Mitfahrer lange warten. Fast 30min. Dann geht es los. Zumindest fährt das Taxi schneller als die Minibusse und es hält auch nicht an jeder Ecke. In Karakol sind wir also relativ schnell. Das Taxi setzt mich auch direkt an meinem Hostel ab. Praktisch. Und es ist sogar noch möglich eine kleine Hiking Tour zu einem Wasserfall zu machen. Ein Fahrer des Hostels bringt mich zum Ausgangspunkt "Seven Bulls". Das sind so rote Felsen, die recht beeindruckend sind. Von hier aus muss man 2.5h zum Wasserfall laufen. Es geht über eine unbefestigte Strasse. Die Landschaft ist schön aber fast vergleichbar mit Deutschland. Plötzlich fängt es an zu regnen. Zunächst stört es mich nicht. Dann wird der Regen aber immer stärker. Sogar Hagel kommt runter. Die Strasse verwandelt sich in einen zweiten Fluss. Ich bin bereits komplett nass. Eine Weile suche ich Schutz unter einem Baum. Aber dann laufe ich weiter. Ein kleiner Fluss, welchen man sonst einfach überqueren kann ist jetzt unmöglich zu überqueren. Einer der Nomaden bietet mir an sein Pferd zur Überquerung zu nutzen. Ich sehe keine andere Möglichkeit und nehme das Angebot an. Aber wohl fühle ich mich nicht. Das ganze ist wackliger als ich dachte und dabei noch das Pferd in die richtige Richtung zu lenken fällt mir schwer. Aber dann ist es geschafft. Und ich bin froh abzusteigen. Durch eine Menge Schlamm geht es in Richtung Wasserfall. Der ist am Ende wenig beeindruckend. Vielleicht weil ich in meinem Leben schon so viele Wasserfälle gesehen habe. Außerdem wird mir ein wenig kalt. Es regnet immer noch. Ich entschliesse mich schnell wieder zurück zu gehen. Auf dem Rückweg nehme ich irgendwie einen anderen Weg und brauche das Pferd nicht nochmal. Zum Glück. Zurück im Hostel muss ich erstmal heiß duschen. Etwas gefroren hab ich da schon.
Nächster Tag: Mir verbleibt wenig Zeit. Also laufe ich nur durch die Stadt. Viel zu sehen gibt es hier nicht. Außer vielleicht einer alten Kirche und einer alten Moschee. Die waren dafür echt schön. Jetzt fahre ich gleich zurück nach Bischkek um meinen Flug in die Mongolei zu bekommen.
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Donnerstag, 8. September 2016
Dienstag, 6. September 2016
Kirigisistan: Kyrchyn
Ich hatte mich um 0800 mit den Amerikanern verabredet. Aber sie sind noch nicht wach. Da ich heute weiterreisen will und meine Tasche schon gepackt ist entscheide ich nicht mehr auf sie zu warten. Und ehrlich gesagt wollte ich auch nicht zu aufdringlich sein. Also laufe ich zur Strasse, nehme einen Minibus zum Stadium und von da aus ein kostenloses Shuttle zu einem traditonellen Normadendorf, wo ein Teil der Spiele statt findet. Als ich das Dorf erreiche bin ich komplett beeindruckt. Eine wunderschöne Landschaft und jede Menge traditionelle Völker. Das gebiet ist riesig. Überall gibt es Vorführungen, Darbietungen und Spiele. Schon jetzt weiß ich, dass ich heute nicht abreisen werde, denn hier muss ich einen ganzen Tag verbringen. Die Sportarten hier sind auch wesentlich exotischer. Jagen mit einem Adler, Hundewettrennen, Bogenschießen auf Pferden und noch einige andere Dinge, welche ich nicht verstanden habe. Den gesamten Vormittag laufe ich über die rieige Fläche. Wirklich überall gibt es was interessantes zu sehen. Das ist einer der besten Sachen, die ich bisher erlebt habe. Am Nachmittag schaue ich noch ein wenig bei den Sportarten zu, als meine amerikanische Familie mich wieder findet. Sie waren wirklich ein bisschen traurig, dass ich ohne sie los bin. Es gab also kein Grund zu denken, dass ich aufdringlich sei. Wir trinken einen Tee in einer der traditionellen Hütten, "Jurte" gennant. Gegen 1800 fahren wir zurück. Am späten Abend gehen wir noch zusammen Abendessen. Morgen möchte ich wirklich weiter, daher werde ich mich dann wohl von meiner netten amerikanischen Familie wieder trennen müssen.
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