Lange überlege ich was ich heute machen soll. So gerne würde ich wilde Kängeroos sehen, aber dazu muss man etwas weiter raus fahren. Nicht genug Zeit. Meine Alternative ist ein Wildpark, wo die Kängeroos nicht wirklich frei sind. Lange, wirklich lange wäge ich ab ob ich dort hinfahre. Letztlich entscheide ich mich dagegen, denn offensichtlich ist dieser Park mehr wie ein Zoo. Und ganz ehrlich Kängeroos kann ich wahrscheinlich auch in Deutschland im Zoo sehen. Leide rhabe ich sonst aber auch nicht viele Ideen. Conzi hatte mir noch eine kleine Wanderung in der Stadt vorgeschlagen. Also werd ich da mal ran. Das Wetter ist allerdings nicht wirklich gut und lange laufe ich durch riesige Wohngebiete. Oft ist der Zugang zur Küste schlichtweg verbaut. Noch nie habe ich auf meiner Reise so viele Schilder mit "Privatgrundstück- betreten verboten" gelesen. Traurig, denn offensichtlich ist es hier nur den Reichen gestattet einen Blick aufs Meer zu haben. Ich bin sauer und angepisst. Es ist eine Mischung aus Reisetief und weiterhin mag ich den Ort nicht. Ich will weg. Aber diesen Tag in Sydney muss ich noch rum bekommen. Und so mache ich die Wanderung an der Küste, passiere den Bondi Beach und noch viele andere kleinere Strände. Aber auch hier mal ganz ehrlich: Wer davon schwärmt wie schön diese Strände sind hat einfach noch keine schönen Strände gesehen. Ich kann denen wenig abgewinnen. Aber natürlich ist es schön in einer Stadt zu wohnen, in welcher es so viele Badestrände gibt. Viele Kilometer laufe ich, denke nochmal über meine Reise nach. 75% sind bereits vorbei. Bald sitze ich wieder in Deutschland und muss mich um Jobs bemühen. Also vielleicht sollte ich mich nicht zu sehr beschweren. Das Highlight meines Tages ist es einen kleinen Papagei in der freien Natur zu sehen. Und genau das ist der Grund warum ich nicht in diesen Park gefahren bin, das Erlebnis Tiere in der Wildness oder in ihrem natürlichen Lebensraum zu sehen ist das Beste.Am Abend gehe ich zurück zum Hostel und mache nicht mehr viel. Morgen geht es schon weiter.
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Samstag, 4. Februar 2017
Freitag, 3. Februar 2017
Australien: Blue Mountains
Genervt von Sydney entscheide ich mich etwas aus der Stadt heraus zu fahren. Ich bin und werde vermutlich auch kein Mensch mehr, der sich von Städten beeindrucken lässt. In der Natur bin ich Zuhause. Vom Hauptbahnhof steige ich in einen Fernzug. Die Fahrt dauert 2h und schon nach einer Stunde verschwindet die urbane Umgebung und so weit das Auge reicht kann man nur noch Wälder sehen. Direkt bin ich beeindruckt. Vielleicht muss ich irgendwann nochmal nach Australien und mir die Natur und die Nationalparks genauer anschauen. Heute geht es aber zunächst zu dem Blue Mountain Nationalpark, den hatte Conzi mir empfohlen. Nach Ankunft läuft man noch ein wenig durch die Stadt und erreicht dann einen Aussichtspunkt, von welchem man the three sisters sehen kann. Der Ausblick ist beeindruckend. Rötliche Berge und unendliche Wälder. Ich erkundige mich nach einem Wanderweg und wähle dann einen 5h Wanderweg. Es geht los. Ich bin wieder in meinem Element. Immer wieder tun sich unglaubliche Ausblicke auf. Viele andere Wanderer trifft man hier auch nicht. Ich erreiche einen riesigen Wasserfall und kurz danach wird es anstrengend. Einige Treppenstufen geht es nach unten. Kein Vergleich jedoch zu den Wanderungen in China. Anschließend geht es durch einen Wald und am Ende steiget man viele Treppenstufen wieder hinauf. Auf dem Rückweg treffe ich noch ein Mädchen aus Deutschland (woher auch sonst wenn es ums Wandern geht) und wir legen den letzten Teil der Strecke zusammen zurück. Es ist bereits 1800 als ich den Zug zurück nach Sydney nehme. Viel mache ich dann nicht mehr. Duschen, essen und schlafen gehen. So kann Australien mir schon besser gefallen.
Donnerstag, 2. Februar 2017
Australien: Sydney
Mein Hostel ist laut. Partywütige Teenager lassen mich kaum schlafen. Dennoch steh ich irgendwann auf und schaffe es eine Free-Tour zu besuchen. Eine kleine nette Stadtführung durch Sydney. Sie beginnt an dem Rathaus und endet in the Rocks an der Brücke und dem Opernhaus. Die Stadt wirkt sauber und gigantisch. Der Lebensstandard liegt hier wohl noch eine Stufe über dem von Deutschland. Jetzt will ich mich mit einer alten Kollegin aus der Schule treffen. Sie lebt hier seit einigen Jahren. Nur ist das garnicht so einfach, denn mit meinem Handy kann ich weder telefonieren noch ins Internet. Also laufe ich etwas durch die Gegend bis ich ein ungeschütztes Wlan Netzwerk finde und konatktiere Conzi. Wir treffen uns auf der anderen Seite der Brücke. Perfekt. Von der Brücke gibt es dann nochmal eine schöne Aussicht auf das Opernhaus. Nach etwas Suchen finde wir uns am anderen Ende der Brücke. Conzi hat ihr Kind dabei und wir gehen nun etwas durch die Gegend spazieren. Es ist unglaublich was für Häuser hier stehen, die werden sicher so einiges kosten. Auch Conzi wohnt sogar hier in diesem Viertel. Bevor wir richtig los gehen lädt mich Conzi zu Fish & Chips ein. Mega lecker. Und mega nett von ihr. Hier ist es ganz schön hüglig. Der Kinderwagen wird bergab und bergauf geschoben. Immer wieder eröffnen sich tolle Blicke auf die Brücke, den Hafen und das Opernhaus. Wir machen eine kurze Pause bei ihr Zuahsue und auch ihre Wohnung ist mega schön mit Blick auf den Hafen. Wow. Dann laufen wir ein zweites mal los. Quatschen über alte Schulzeiten und was aus dem ein oder anderen geworden ist. Conzi will mich dann auch noch zum Abendessen einladen. Sie hat bereits mit ihrem Freund organisiert dass Fleisch eingeauft wird für ein australisches BBQ. Das ist wirklich richtig nett. Am Abend erzähle ich dann von meinen Reisebenteuern und wir genießen das leckere Essen. Fantastisch. Am späten Abend verlasse ich dann das Haus und entscheide mich noch einmal über die Brücke zu laufen. Den Rest dann mit der Bahn.
Nächster Tag: Heute will ich eine kleine Wanderung in Sydney machen. Im Stadtteil Manly kann man an der Küste entlang für einige Stunden. Und heute ist es wieder da- dieses Gefühl eigentlich garnicht hier sein zu wollen. Auch hat man das Gefühl hier weniger willkommen zu sein als in Asien. Vielleicht bin ich aber von der Freundlichkeit zu verwöhnt. Dennoch frage ich mich, ob eine fortschreitende Zivilisation irgendwie das Herz verliert. Während Leute in Asien immer mit mir geredet haben oder freundlich gegrüßt haben ist hier davon nichts zu spüren. Menschen gehen zügig an einem vorbei. Wollen nichts von einem wissen. Leben ihr leben. Traurig. 75% meiner Reise sind nun um und jetzt grade habe ich nicht das Gefühl noch weiter reisen zu wollen. Vielleicht war es einfach schon zu lang. Hostels gehen mir auf die nerven und auch das Leben aus dem Rucksack. Alles ist teuer hier und ich muss zu sehr auf mein Geld achten. Aber jetzt muss ich es durchziehen. Der Weg an der Küste ist nett. Ab und zu vergisst man, dass man in Sydney ist. Dann gibts allerdings wieder Passagen wo eine Luxusvilla neben der anderen steht- der Hafen ist vollgepackt mit Yachten. Der Kontrast zu Asien ist riesig. Nach einigen Stunden erreiche ich Manly Beach. Ein riesiger Strand und offenbar gibts hier die perfekten Wellen um Surfen zu lernen. Mit der Fähre fahre ich zurück und gehe anschliessend noch durch den botanischen Garten. Das ist wirklich nett. Spät kehre ich zum Hostel zurück. Ich muss langsam die nächsten Schritte meiner Reise planen.
Nächster Tag: Heute will ich eine kleine Wanderung in Sydney machen. Im Stadtteil Manly kann man an der Küste entlang für einige Stunden. Und heute ist es wieder da- dieses Gefühl eigentlich garnicht hier sein zu wollen. Auch hat man das Gefühl hier weniger willkommen zu sein als in Asien. Vielleicht bin ich aber von der Freundlichkeit zu verwöhnt. Dennoch frage ich mich, ob eine fortschreitende Zivilisation irgendwie das Herz verliert. Während Leute in Asien immer mit mir geredet haben oder freundlich gegrüßt haben ist hier davon nichts zu spüren. Menschen gehen zügig an einem vorbei. Wollen nichts von einem wissen. Leben ihr leben. Traurig. 75% meiner Reise sind nun um und jetzt grade habe ich nicht das Gefühl noch weiter reisen zu wollen. Vielleicht war es einfach schon zu lang. Hostels gehen mir auf die nerven und auch das Leben aus dem Rucksack. Alles ist teuer hier und ich muss zu sehr auf mein Geld achten. Aber jetzt muss ich es durchziehen. Der Weg an der Küste ist nett. Ab und zu vergisst man, dass man in Sydney ist. Dann gibts allerdings wieder Passagen wo eine Luxusvilla neben der anderen steht- der Hafen ist vollgepackt mit Yachten. Der Kontrast zu Asien ist riesig. Nach einigen Stunden erreiche ich Manly Beach. Ein riesiger Strand und offenbar gibts hier die perfekten Wellen um Surfen zu lernen. Mit der Fähre fahre ich zurück und gehe anschliessend noch durch den botanischen Garten. Das ist wirklich nett. Spät kehre ich zum Hostel zurück. Ich muss langsam die nächsten Schritte meiner Reise planen.
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