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Montag, 20. Februar 2012

Nicaragua, Leon

So nun der Bericht aus der zweiten grossen Kolonialstadt Nicaraguas:
Naja wir sind auf einem Sonntag angekommen und hier war wirklich nichts los. Und auch insgesamt muss ich sagen, dass nach Granada Leon nicht mehr so eindrucksvoll ist. Auch hier gibts ne Menge schoene Kirchen, Plaetze und allegemin die Strassen sind recht schoen. Leon ist aber im Gegensatz zu Granada sehr viel kleiner. Eine Besonderheit gab es jedoch trotzdem. In Leon steht die groesste Kathedrale von ganz Mittelamerika. Die haben wir uns dann auch angeschaut.
Am naechsten Tag ging es zur Pazifik-Kueste. Ich hatte den Pazifik ja bisher nur in Panama Stadt gesehen. Auf dem Weg dort hin fiel mir auf, wie die Umgebung deutlich trockener wurde. Die Gegend wirkte ein wenig Steppen-artig. In der Tat regent es an der Pazifik-Kueste wesentlich weniger. An der Karibikkueste kann es durchaus auch mehrere Tage hintereinander durch regenen, weshalb hier oft der Dschungel an der Kueste grenzt. 
Nach einer super langen Fahrt mit dem Bus war endlich der Pazifik zu sehen und ich konnte mein erstes Bad dort nehmen. Man hat deutlich gemerkt, dass es durchaus starke Stroemungen gibt und auch die Wellen waren teils gefaehrlich. Der Strand war wie so oft groesstenteils Menschenleer. Ein paar wenige Touristen hatten sich hierher verirrt. Am Wochenende sollen hier wohl auch die Einheimischen baden, aber am Montag war dort wirklich niemand.
Morgen geht es dann mit dem Ticabus in das naechste Land: Honduras. Dort wollen wir in der Hauptstadt umsteigen und nach La Ceiba (an der Karibikkueste) fahren. Ich hoffe die weite Fahrt von ca. 16h klappt an einem Tag und wir muessen nirgendwo einen Zwischenstopp einlegen.. 




Kathedrale




Pazifik-Kueste

Kleine Kroete auf der Strasse
Steppen-artige Gegend

Samstag, 18. Februar 2012

Nicaragua, Granada

Granada ist eine alte Kolonialstadt und wunderschoen. Sie liegt direkt am See von Nicaragua. Wir haben die Insel verlassen und sind mit einer Faehre in San Jorge angekommen. Ueber Rivas ging es weiter nach Granada. Hier gibt es ueberall schoene Gebaeude im alten Kolonial-Stil. Und zur Zeit ist hier sogar ein Literaturfestival. Leute aus vielen Laendern sind hier und tragen Gedichte usw. vor. Hier sind eine Menge Menschen und zwischendurch gibt es immer wieder Live-Musik und die macht sehr viel Spass. Spaetestens hier habe ich Nicaragua in mein Herz geschlossen. Die Menschen hier sind alle nett und hilfsbereit und wollen einen weniger ausnehmen als die in Costa Rica.
Am naechsten Tag ging es zu dem noch aktiven Vulkan Masaya. Erneut mit oeffentlichen Bussen. Der Krater der des Vulkans ist echt eindrucksvoll und man sieht auch wie er noch etwas qualmt. Als der Wind einmal gedreht und man voll im Rauch stand, habe ich echt Probleme bekommen. Heftiges Husten und n echtes Kratzen im Hals. Ich bin dann noch ein bisschen rumgelaufen und habe die Krater besichtigt, welche inaktiv sind. Am Ende habe ich noch eine Tour durch die Lava-Hoehlen gemacht. Ich war der einzige, der die Tour machen wollte also ging es mit dem Guide allein los. Am Anfang dachte ich mir noch, das ist ja langweilig. Aber dann habe ich mich gefuehlt wie Lara Croft. Dagegen war die Hoehlen-Fuehrung mit dem Lehrstuhl aber harmlos. Ich musste mich an nem 3m tiefen Abhang vorbei hangeln, konnte kaum was sehen und war natuerlich nicht gesichtert. Wenn man da abgerutscht waere, haette ich mir mindestens das Bein gebrochen. Dann gabs noch einige Klettereinlagen, die echt schwierig waren. Und natuerlich noch robben. aber das war dann schon langweilig. In den Hoehlen gabs viele Fledermauese. Leider habe ich nicht so viele Bilder gemacht, da ich damit beschaeftigt war nicht abzustuerzen. Frag mich, ob er das mit jedem so macht. Am Ende war ich froh, dass nichts passiert war, aber in jedem Fall war es n cooles Abenteuer. Hier ist selbst eine Fuehrung ein richtiges Abenteuer. Morgen gehts ueber Managua weiter nach Leon.


Isla Ometepe von der Faehre

Kirche in Granada

Parque Central 



Granada von oben (Glockenturm)


Vulkan Masaya


Ausicht vom Vulkan (im Hintergrund ein weiterer Vulkan)

Lavagestein


In der Lava-Hoehle

Voegel am Vulkan

Donnerstag, 16. Februar 2012

Nicaragua, Isla Ompete

So von Monteverde gings dann zurueck nach LaFortuna und von da aus mit oeffentlichen Bussen nach Los Chilles. In Los Chilles konnten wir die Grenze mit einem Boot ueberqueren. Der Rio San Juan stellt die Grenze zwischen Nicaragua und Costa Rica da und diesen mussten wir passieren. Die ganzen Stempel gabs vorher an der Anlegestelle. Nach ca. 1h Fahrt, sind wir dann in San Carlos angekommen. Eine kleine Stadt am Lago Nicaragua, dies ist ein riesiger See in der Mitte Nicaraguas. Hier soll es angeblich weltweit die einzigen Suesswasser-Haie geben. Gesehen haben wir noch keine. In der Stadt gab es nicht viel zu sehen. Haben uns auf einem Markt nur ein paar Fruechte gekauft. Am naechsten Tag ging unsere Faehre um 14 Uhr. Zur Insel braucht die Faehre ca. 10h, weshalb wir gegen Mitternacht hier angelegt haben. Die Insel besteht aus 2 Vulaknen. Von weitem sieht die Insel aus wie eine Schatzinsel. Die beiden Vulakne sind meist von Nebel behangen. Mit einem Pick Up, der uns auf seiner Ladeflaeche mitgenommen hat ging es zum Hotel. Am gleichen Abend hat uns ein Guide gefragt, ob wir nicht auf den Vulkan drauf wollen. Und wir haben uns trotz Muedigkeit entschlossen, ihn fuer den naechsten Tag zu buchen. Mittlerweile ist es verboten den Vulkan ohne einen Guide zu erklimmen, da in dem Nebelwald wohl schon einige Menschen verloren gegangen sind. Am naechsten Tag ging es um 7Uhr los. Mit einem straffen Tempo ging es den Berg hinauf. Die ganze Zeit fast senkrecht nach oben. Mit Passagen wo man richtig klettern musste. Leider war der Vulkan zu dieser Zeit fast vollstaendig vernebelt, weshalb man nicht viel sehen konnte. Um ca. 11:30am haben wir den Krater erreicht. Das war (obwohl man nicht viel sehen konnte) recht eindruchsvoll. Und man war froh, dass man die 1610 Hoehenmeter hinter sich gebracht hatte. Das letzte Stueck, wo nur noch Steine lagen hatte sich echt gezogen. Die Steine am Rande des Kraters waren sogar warm. Dann gings den gleichen Weg wieder herunter. In der Stadt waren wir wieder um 17Uhr. Also ca. 10h Wanderung. Und es war die haerteste Wanderung meines Lebens. Heute habe ich immer noch leichten Muskelkater. Und gestern war ich uebelst erschoepft nach dem Aufstieg. Heute sind wir dann zum Strand gefahren. Der war ehr weniger schoen. Aber es war irgendwie was besonderes mal in Suesswasser-Wellen schwimmen zu gehen. Danach gings zu einer kleinen Lagune, in der man ebenfalls baden konnte. Morgen wollen wir dann schon weiter Richtung Granada ueber San Jorge und Rivas.
San Carlos von der Faehre aus
Sonnenuntergang von der Faehre aus
Krater auf 1610m
Ausicht von unserem Vulkan zu dem anderen
Sieht aus wie das Meer ist aber ein See, im Hintergrund befindet sich ein Vulkan
Lagune